Bevölkerungsschutz

Krisen und Katastrophen lassen sich nicht immer verhindern, aber ihre Folgen lassen sich durch eine gute Vorbereitung deutlich abmildern.
Auf dieser Seite finden Sie kompakt zusammengefasst, wie Sie sich auf Notsituationen vorbereiten können, welche Gefahren in unserer Region besonders relevant sind und wie sich die Gemeinde Burggen im Bevölkerungsschutz engagiert.
Vorsorge- und Verhaltensempfehlungen für Notsituationen
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stellt umfangreiches und laufend aktualisiertes Informationsmaterial zur persönlichen Notfallvorsorge bereit. Dieses reicht von Checklisten für den Notvorrat bis hin zu ausführlichen Ratgebern für richtiges Verhalten in Krisensituationen. Das Heft ist kostenfrei und kann in der Gemeinde Burggen als gedrucktes Exemplar abgeholt werden.
- Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ (BBK)
- Checkliste zur persönlichen Notfallvorsorge (BBK)
- Alle Vorsorge-Themen des BBK im Überblick
- Warn-App NINA des BBK – informiert Sie im Ernstfall direkt per Push-Nachricht über amtliche Warnungen für Burggen
Ein kleiner Grundvorrat an Lebensmitteln, Wasser, Medikamenten und Hilfsmitteln wie einer batteriebetriebenen Taschenlampe oder einem Radio kann die eigene Handlungsfähigkeit im Ernstfall erheblich verbessern.
Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF) bietet praktische Informationen zur privaten Vorratshaltung – mit konkreten Mengenempfehlungen für Lebensmittel und Trinkwasser sowie einem Vorratskalkulator zur individuellen Berechnung.
Für den Notfall vorgesorgt – Gut gewappnet für den „Fall der Fälle" (StMELF) – mit Tabellen zum 3-Tage- und 10-Tage-Vorrat sowie einem Vorratskalkulator.
Herz-Kreislaufstillstände zählen zu den häufigsten lebensbedrohlichen Notfällen – hier entscheiden oft Minuten über Leben und Tod. Mit der Initiative „Region der Lebensretter" gibt es die Möglichkeit, sich als Ersthelferin oder Ersthelfer zu registrieren und im Ernstfall aktiv zu helfen.
Wie funktioniert das System?
Die App „Region der Lebensretter 3.0" alarmiert bei einem Notruf wegen Kreislaufstillstands parallel zum Rettungsdienst registrierte, medizinisch qualifizierte Ersthelfer in der unmittelbaren Umgebung. Diese leitet die App gezielt zum Patienten sowie bei Bedarf zu einem nahegelegenen Defibrillator (AED). So kann die kritische Zeitspanne bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrückt werden.
Wer kann sich registrieren?
Gesucht werden medizinisch qualifizierte Personen ab 18 Jahren mit Grundqualifikation in BLS (Basic Life Support) und regelmäßiger Rezertifizierung – etwa aus Rettungsdienst, Pflege, Feuerwehr, Polizei oder THW mit aktueller Erste-Hilfe-Schulung.
So werden Sie Teil des Netzwerks
Die App steht im App Store (iOS) und bei Google Play (Android) zum Download bereit. Nach der Installation füllen Sie das Registrierungsformular aus und laden einen Nachweis Ihrer Qualifikation hoch. Nach Prüfung durch die Administratoren erhalten Sie eine Freischaltungs-Bestätigung per E-Mail. Weitere Informationen zum System, zur Registrierung sowie zur Meldung öffentlich zugänglicher AEDs finden Sie unter regionderlebensretter.de
Gefahren
Ein Wohnungs- oder Hausbrand kann sich innerhalb weniger Minuten lebensbedrohlich entwickeln. Die größte Gefahr geht dabei meist nicht von den Flammen, sondern vom giftigen Brandrauch aus. Rauchwarnmelder sind daher ein wirksamer Schutz, der in Bayern für Wohnräume vorgeschrieben ist.
Handlungshinweise:
- Installieren Sie Rauchwarnmelder in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren und prüfen Sie diese regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit.
- Bewahren Sie im Brandfall Ruhe, verlassen Sie das Zimmer bzw. die Wohnung sofort und schließen Sie die Türen hinter sich.
- Benutzen Sie keinen Aufzug.
- Alarmieren Sie die Feuerwehr über den Notruf 112 und teilen Sie ihr den Ort, die Art des Notfalls und die Anzahl der Verletzten mit.
- Unternehmen Sie nur dann Löschversuche, wenn keine Eigengefährdung besteht.
Weitere Informationen:
Länger anhaltende Extremtemperaturen belasten den Körper stark. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge, chronisch Kranke und Menschen, die im Freien arbeiten.
Handlungshinweise bei Hitze:
- Ausreichend trinken (ca. 2 Liter täglich), auch ohne Durstgefühl
- Anstrengungen und Aufenthalt im Freien auf die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen
- Wohnräume tagsüber abdunkeln, nur in den kühleren Stunden lüften
- Nachbarn und Angehörige aus Risikogruppen im Blick behalten
Handlungshinweise bei Kälte:
- Wohnräume ausreichend beheizen und auf frostfreie Wasserleitungen achten.
- Bei Glätte und Schnee: Wege und Zufahrten rechtzeitig räumen.
- Warme Kleidung und Reserven für einen möglichen Heizungsausfall bereithalten.
Weitere Informationen:
Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes
Informationen zu Hitzeschutz des Bundesministeriums für Gesundheit
Starkregen kann praktisch überall auftreten, auch abseits von Bächen und Flüssen, und innerhalb kürzester Zeit zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern führen.
Handlungshinweise:
- Wetterwarnungen verfolgen und Nachbarn frühzeitig informieren,
- tiefer gelegene Räume (Keller, Garagen) bei Gefahr nicht mehr betreten (Gefahr durch Wasserdruck und Stromschlag),
- überflutete Straßen, Unterführungen und Uferbereiche meiden,
- Strom in gefährdeten Gebäudeteilen frühzeitig abschalten,
- Notgepäck (Dokumente, Medikamente, Wechselkleidung) bereithalten,
- Menschenleben gehen immer vor Sachwerten. Weitere Informationen:
Weitere Informationen:
Herbst- und Winterstürme sowie Sommergewitter mit Hagel treten oft sehr plötzlich auf. Die größte Gefahr für Personen im Freien sind umherfliegende Gegenstände und herabfallende Äste.
Handlungshinweise:
- Bei Sturmwarnung möglichst im Gebäude bleiben und Fenster meiden.
- Gartenmöbel, Mülltonnen und andere lose Gegenstände sichern.
- Fahrzeuge nach Möglichkeit in Garagen abstellen.
- Wälder und Bereiche mit hohen Bäumen meiden.
- Nach dem Sturm: Gebäude auf Schäden prüfen und beschädigte Bereiche absichern.
Weitere Informationen:
Sturm, Gewitter und Hagel – BBK
Unwetterzentrale / Warnungen des DWD
Ein kurzer, örtlich begrenzter Stromausfall ist in Deutschland zwar selten, aber möglich. Ein großflächiger, länger andauernder Ausfall, auch „Blackout“ genannt, betrifft nicht nur die Beleuchtung, sondern auch die Heizung, die Kommunikation, die Zapfsäulen und teilweise die Wasserversorgung.
Handlungshinweise:
- Vorrat für mindestens drei, besser zehn Tage anlegen: Wasser (ca. 2 l pro Person/Tag), haltbare Lebensmittel und Medikamente bereithalten,
- ein batteriebetriebenes oder ein Kurbelradio sowie Taschenlampen bereithalten,
- die Powerbank für das Mobiltelefon regelmäßig laden,
- Bargeld vorhalten, da Kartenzahlung und Geldautomaten ausfallen können,
- nachbarschaftlich zusammenhalten und insbesondere pflegebedürftige Personen im Umfeld im Blick behalten,
- Ruhe bewahren – Panik und Hamsterkäufe sind nicht angebracht.
Weitere Informationen:
Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Fällt die öffentliche Wasserversorgung in einer Krisensituation aus, sorgen Bund und Kommunen im Rahmen der Trinkwassernotversorgung für eine Grundversorgung, die durch die Eigenvorsorge jedes einzelnen Haushalts zu ergänzen ist.
Handlungshinweise:
- eigenen Trinkwasservorrat anlegen (Richtwert: mindestens 2 Liter pro Person und Tag für mehrere Tage),
- Wasser sparsam und bewusst nutzen, besonders in Trockenperioden,
- Informationen der Gemeinde zu Notversorgungspunkten im Ernstfall beachten,
- bei behördlichen Hinweisen zu Wasserknappheit oder Chlorung diese unbedingt befolgen.
Burggen hilft Burggen
| Gemeinde Burggen | Freiwilligen Feuerwehr Tannenberg |
| Roatherhaus | |
| Schwarzkreuzstraße 2 | Tannenberg 4 |
| 86977 Burggen | 86977 Burggen |
Was ist ein Katastrophenschutz-Leuchtturm?
Ein Katastrophenschutz-Leuchtturm ist eine kommunale Anlaufstelle für die Bevölkerung, die bei großflächigen Ausfällen der Infrastruktur – etwa einem längeren Stromausfall – zum Einsatz kommt. Fallen Telefon- und Mobilfunknetz aus, erhalten Bürgerinnen und Bürger hier Informationen zur Lage und können Notrufe absetzen.
Unter diesem Punkt soll dargestellt werden, wie sich Burggen selbst auf Notsituationen vorbereitet und wie sich Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen können, zum Beispiel:
Standorte
Freiwillige Feuerwehr Tannenberg, Tannenberg 4
Raiffeisenbank Pfaffenwinkel, Schwarzkreuzstr. 2
Sportheim Burggen, Schwarzkreuzstr. 21
Im Gebäude: Turnhalle Burggen, Schulweg 2
Die Freiwillige Feuerwehr Burggen verfügt über einen mobilen Defibrillator.
Einladung an interessierte Bürgerinnen und Bürger, sich zu melden, wenn sie im Katastrophenfall aktiv unterstützen möchten
Bei Fragen zum Bevölkerungsschutz in Burggen steht Ihnen Bürgermeisterin Sandra Brendl-Wolf unter 08860/251 gerne zur Verfügung.
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Not-Telefonnummern
| Polizei Notruf | 110 |
| Feuerwehr und Rettungsdienst | 112 |
| Ärztlicher Bereitschaftsdienst | 116 117 |
| Apotheke Notdienst | 0800 00 22833 |
| Krisendienste Bayern | 0800 655 3000 |
| Hilfetelefon bei Gewalt gegen Frauen | 116 016 |
